Mitteilung des Vorstands vom 30.07.2009 Liebe Spenderinnen und Spender, wir mussten das Projekt in Eritrea Ende Juni 2009 leider einstellen, da die Eritreische Frauenunion nicht mehr die Kontrolle vor Ort ermöglicht. Ein korrekter Rechenschaftsbericht über die Verwendung des Geldes durch die Partnerorganisation und die jährliche Kontrolle vor Ort sind nach unserem Verständnis unabdingbar für den Transfer von Spendengeldern. Die Frauenunion sah sich dazu jedoch trotz vielfacher Bemühungen unsererseits nicht mehr in der Lage. Wir, der Vorstand der Esel-Initiative, bedauern das sehr. Wir haben mit Ihren Spenden in einem Zeitraum von 13 Jahren in Eritrea über 9000 Esel an Mütter vergeben. Umso mehr konzentrieren wir uns jetzt auf das Nepalprojekt. Der Vorstand der Esel-Initiative ###### Mitteilung des Vorstands vom Oktober 2008 Die Zusammenarbeit mit der Zentrale der Frauenunion hat in den vergangenen Jahren zunehmend Schwierigkeiten bereitet: Die jährlichen Berichte über die Verwendung des im Vorjahr überwiesenen Spendengeldes wurden zu spät und zunächst mit Mängeln geschickt (die dann aber schließlich behoben wurden). Die Frauenunion hat mehrfach Projektbesuche sehr kurzfristig abgesagt bzw. durch mangelnde Vorbereitung unmöglich gemacht, so dass Flüge gecancelt werden mussten. Das im Herbst 2006 vereinbarte Ochsenprojekt hat sie im Frühjahr 2007 wieder abgesagt. Im November 2007 wollte sie Bildmaterial für die Aufklärungsarbeit der Hebammen gegen Genitalverstümmelung, im Mai 2008 erklärte sie, es doch nicht zu brauchen. Diese zunehmende Unzuverlässigkeit hat die Kooperation sehr belastet. Wir haben aus verschiedenen Gründen all diese Erschwernisse hingenommen: Das Projekt hilft den allein erziehenden Müttern und Hebammen enorm. Es gibt in Eritrea keinen anderen Kooperationspartner für ein solches Projekt als die Frauenunion. Außerdem engagieren sich die Mitarbeiterinnen der Frauenunion auf Provinzebene und in den Dörfern sehr für das Projekt. Bisher waren wir sicher, dass all Ihre Spenden wirklich fürs Projekt verwendet wurden. In diesem Jahr hat die Frauenunion uns aber einen Bericht geschickt, der der Realität gar nicht entsprechen kann, weil wesentliche Zahlenangaben widersprüchlich sind. Die Zentrale der Frauenunion ist bisher nicht bereit, ihn zurückzuziehen und später, wenn alle Daten aus den Provinzen erhoben sind, einen wirklichen Vergabebericht vorzulegen. Wir unterstellen nicht, dass Geld in private Taschen abgezweigt wurde. ber Tatsache ist, dass das uns vorgelegte Dokument kein Bericht über eine abgeschlossene Vergabe ist. Unter diesen Bedingungen, ohne einen Kooperationspartner, dem wir Ihre Spenden guten Gewissens anvertrauen können, ist das Projekt in Eritrea leider nicht fortzuführen. Wir, der Vorstand, bedauern das zutiefst. Wir haben uns sehr für die kontinuierliche Fortsetzung engagiert, aber vergeblich. Der Vorstand der Esel-Initiative hat daher am 1.10.2008 beschlossen, das Eritrea-Projekt so lange ruhen zu lassen, bis der Vorgang komplett aufgeklärt ist. Das umfasst eine überzeugende Erklärung, wie es zu diesem „Bericht“ gekommen ist, den Erhalt und die Vor-Ort-Kontrolle eines korrekten Berichts und Konsequenzen in der Administration, die eine Wiederholung ausschließen. Bis dahin werden wir alle Spenden ins Nepal-Projekt stecken und dort allein erziehenden Müttern eine Starthilfe mit Esel, Wasserbüffel, Kuh oder Nak und Hebammen mehr Mobilität durch ein Pony ermöglichen. Wir hoffen, dass das in Ihrem Sinne ist. Wir werden Sie über die weitere Entwicklung informieren. Wir bleiben weiter bei unseren Regeln: Spenden zu 100 % weiterzuleiten, die Vergabe auch vor Ort zu prüfen und darüber zu berichten. Der Vorstand der Esel-Initiative